Katzen haben keine Angst, Grenzen zu setzen
Hast du schon einmal beobachtet, wie konsequent Katzen ihre eigenen Grenzen wahren? Sie holen sich Nähe, wenn sie es möchten – und gehen, wenn es genug ist. Sie ziehen sich zurück, wenn sie sich unsicher fühlen, und kommen erst zurück, wenn sie bereit sind. Und wenn jemand zu aufdringlich wird, verteidigen sie ihren Raum.
Und wir?
❌ Oft bleiben wir in Gesprächen oder Situationen, die uns überfordern.
❌ Wir „funktionieren“, anstatt zu fragen: Was brauche ich gerade wirklich?
❌ Wir haben Angst, Abstand zu nehmen, weil es als unhöflich gelten könnte.
Doch unser Nervensystem braucht Schutz. Es muss sich sicher fühlen, um reguliert zu bleiben. Katzen tun genau das – sie schützen sich, statt sich anzupassen.
➡ Frage für dich: Wie oft übergehst du deine eigenen Grenzen, weil du Angst hast, unhöflich zu wirken?
Warum fällt es uns schwer, Grenzen zu setzen?
Katzen-Regel: Sie holen sich Nähe, wenn sie es brauchen – und gehen, wenn es zu viel ist.
Wir hingegen bleiben oft in Situationen, die uns stressen oder uns zu viel sind, weil wir Angst vor Ablehnung oder Unhöflichkeit haben. Warum?
🔹 Bindungsmuster: Unsere frühen Erfahrungen prägen, wie leicht oder schwer es uns fällt, Nein zu sagen.
🔹 Gesellschaftliche Konditionierung: Viele von uns wurden erzogen, rücksichtsvoll und anpassungsfähig zu sein – oft auf Kosten der eigenen Grenzen.
🔹 Angst vor Konflikten: Ein klares Nein könnte Ablehnung oder Spannungen hervorrufen – doch auf lange Sicht bringt es mehr Klarheit und innere Ruhe.
Doch genau wie Katzen dürfen wir lernen, auf unser eigenes Wohlbefinden zu achten und uns nicht ständig zu verbiegen.
Was passiert mit unserem Nervensystem, wenn wir keine Grenzen setzen?
Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren, kann das unser Nervensystem stark belasten:
⚠ Hyperarousal: Wir geraten in einen Zustand permanenter Anspannung und Überreizung.
⚠ Hypoarousal: Auf Dauer kann das Unterdrücken unserer Grenzen zu emotionaler Erschöpfung führen.
⚠ Chronischer Stress: Unser System bleibt im Alarmmodus, weil wir uns selbst keinen Raum für Regeneration geben.
Doch es gibt einen Weg zurück in eine gesunde Balance.
Embodied Change: Deine Grenzen im Körper spüren
Grenzen sind nicht nur eine mentale Entscheidung, sondern auch eine körperliche Erfahrung. Dein Körper sendet dir klare Signale, wenn es „zu viel“ wird. Eine einfache Übung hilft dir, sie bewusst wahrzunehmen:
Embodiment-Übung: Spüre und kommuniziere deine Grenzen
1️⃣ Setze dich bequem hin und schließe die Augen.
Fazit: Werde deine eigene Katze
Katzen zeigen uns, wie gesunde Grenzen aussehen. Sie nehmen sich, was sie brauchen, und schützen sich, wenn es erforderlich ist. Unser Nervensystem profitiert enorm davon, wenn wir lernen, dasselbe zu tun.
➡ Frage für dich: Wann sagst du Ja, obwohl du Nein meinst?
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