Dienstag, 14. Oktober 2025

Es ist nie der richtige Zeitpunkt- aber irgendwann zu spät

 „Ich kann doch nicht einfach mittendrin eine Pause machen.“
Diesen Satz höre ich in all seinen Variationen wirklich oft. Und ich kenne ihn von mir selbst auch sehr gut.
Wir leben in einem Tempo, das kaum Lücken lässt. Der Alltag voll, der Kopf auch.
Und irgendwie schieben wir es immer wieder auf.

„Wenn der Stress vorbei ist.“
„Wenn der Urlaub kommt.“
„Wenn das Projekt abgeschlossen ist.“
 
Aber: Der Körper wartet nicht.
Er arbeitet. Jeden Tag. Ohne Pause.
Er gleicht aus, was du nicht fühlen oder nicht stoppen kannst.
Er trägt, was du nicht abgeben kannst.
Er reguliert – auch dann, wenn du längst erschöpft bist.

Dein Körperkonto – und warum es so leer ist

Stell dir vor, dein Körper hat ein inneres Sparkonto.
Jede Entscheidung, jede Emotion, jeder Gedanke, jede körperliche Anstrengung – kostet etwas davon.
Diese „Abbuchungen“ fallen oft gar nicht auf:
– das Gespräch, bei dem du freundlich bleibst, obwohl du erschöpft bist.
– das Zähne-zusammenbeißen, obwohl du innerlich gerade am Limit bist.
– die 20 Tabs im Kopf, die du gleichzeitig offen hältst.
– das ständige Mitdenken, Vorausplanen, Sorgen.

Vereinzelt höre ich Menschen sagen:
„Ich hab gar keinen Stress.“
Und wenn wir genauer hinschauen, sehen wir:
Doch. Aber er ist so alltäglich geworden, dass er sich normal anfühlt.

Das macht ihn gefährlich – weil das Konto dabei leer läuft.
Und irgendwann sagt der Körper: Stopp. Mit Müdigkeit. Mit Rückzug. Mit Überforderung.


„Lieber jeden Tag mehrmals 5 Cent in mich einzahlen – als nie 50 Euro.“ (Lisa Feldman Barrett)

Das ist zu meinem persönlichen Learning geworden.
Früher dachte ich, ich bräuchte große Zeitfenster, Retreats, den perfekten Moment.

Heute weiß ich:
Jede bewusste Minute zählt. Jede liebevolle Mikro-Unterbrechung. Jeder Moment, in dem ich kurz aus dem Funktionieren aussteige und wieder bei mir ankomme. (und nicht beim Doom-Scrollen)

Du musst nicht erst alles anders machen.
Es reicht, wenn du anfängst, dich zwischendurch nicht zu vergessen.

Aber wann denn bitte noch?

Vielleicht denkst du:
„Ich hab keine Zeit für sowas.“
Oder: „Ich bin froh, wenn ich den Tag irgendwie überstehe.“

Das verstehe ich.
Und deshalb geht es nicht darum, neue Aufgaben zu erledigen.
Sondern darum, das, was schon da ist, anders zu nutzen.

✨ Eine bewusste Ausatmung, während der Kaffee durchläuft.
✨ 10 Sekunden mit geschlossenen Augen, bevor du ins nächste Zimmer gehst.
✨ Deine Hand kurz auf dem Brustkorb – ein inneres: Ich bin da.

Das sind keine Extra-To-dos.
Das sind Mini-Momente, die du dir im Alltag zurückholst.

Fang heute an – mit ganz kleinen Schritten

Nicht morgen.
Nicht im nächsten Urlaub.
Nicht, wenn es ruhiger wird.

Heute.
Mit einer Entscheidung für dich.
Mit einer kleinen Erinnerung: Du darfst jetzt auftanken.

Denn du bist nicht dafür gemacht, immer nur durchzuhalten.
Du bist dafür gemacht, dich zu spüren. Und gut für dich zu sorgen.
 
 

Bonus-Abschnitt (für die ganz Interessierten):

Was passiert im Körper bei Mini-Regeneration?

👉 Der Vagusnerv wird aktiviert – dein Ruhe- und Reparatursystem startet.

👉 Dein Herzschlag beruhigt sich, dein Blutdruck sinkt.

👉 Deine Verdauung beginnt wieder zu arbeiten.

👉 Dein Gehirn bekommt das Signal: Ich bin sicher.
Und in genau diesem Zustand wird Entwicklung möglich.

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Warum Regulation kein Luxus ist: so stärkst du dein Körperbudget

Etwas, was mir immer wieder begegnet:

Du willst dich regulieren, ruhiger werden, präsenter atmen, dich sicherer fühlen –
und dann stehst du da, erschöpft, reizüberflutet, und selbst die kleinste Übung scheint zu viel.

Du denkst: Ich müsste meditieren, Yoga machen, mehr fühlen, atmen, visualisieren…
Doch das, was dein Körper eigentlich braucht, ist:
- ein Glas Wasser.
- eine Pause.
- eine Nacht mit genug Schlaf.

Klingt banal?
Neurobiologisch ist es revolutionär.
Denn Regulation beginnt nicht mit Technik, sondern mit Energie.
 

 🧠 Allostase – was dein Gehirn wirklich tut

In den letzten Jahren hat die Neurowissenschaft ein altes Missverständnis entlarvt:
Das Gehirn ist kein Denkorgan – es ist ein Regulationsorgan.

Seine wichtigste Aufgabe ist es nicht, brillante Gedanken zu haben, 
sondern dich am Leben zu halten –und zwar vorausschauend. 
 
Diese Fähigkeit nennt man Allostase (Feldman-Barrett):
Dein Gehirn trifft fortlaufend kleine Entscheidungen, wie viel Energie du für Bewegung, Emotion, Verdauung, Denken oder Heilung aufwenden kannst.
Es führt sozusagen dein inneres Körperbudget.

Jede Handlung, jeder Gedanke, jede Begegnung ist für dein System eine Investition oder eine Abbuchung.
Wenn dein Budget im Minus ist – durch Schlafmangel, Dauerstress, Überforderung, schlechte Ernährung, zu wenig Ruhe oder zu viele unlösbare Konflikte – kann dein Nervensystem sich schlicht nicht regulieren.
Es hat keinen Kredit mehr.

⚖️ Körperbudget = biologische Selbstfürsorge

Stell dir dein Körperbudget wie ein Bankkonto vor.
Einzahlungen sind Schlaf, Nahrung, Bewegung, soziale Nähe, Sinn, Freude.
Abhebungen sind Stress, Lärm, Konflikte, Überreizung, zu wenig Pausen.

Wenn du ständig im Dispo lebst, 
braucht es keine großen Auslöser, um dich aus der Balance zu bringen.
Dein System geht schneller in Alarm, weil es schon vorher auf Reserve läuft.

Viele meiner Klientinnen sagen:

> „Ich will lernen, mich zu regulieren – aber irgendwie funktioniert nichts.“

Und oft liegt die Antwort nicht im „richtigen“ Tool oder in der nächsten Methode,
sondern darin, dass das Konto leer ist. Ein leerer Akku lässt sich nicht durch bessere App-Einstellungen aufladen. Er muss an die Steckdose.

🌿 Die unterschätzten Basics

Regulationsfähigkeit ist kein esoterisches Talent. Sie ist das Ergebnis von biologischer Stabilität.
Schlaf ist nicht Faulheit, sondern dein körpereigener Reset.
Trinken ist kein Nebenschauplatz, sondern Grundlage neuronaler Kommunikation.
Regelmäßig essen verhindert, dass dein Gehirn Notfallprogramme startet.
Pipi gehen, wenn du musst (ja, wirklich!) ist eine Form von Selbstachtung – dein Körper signalisiert ein Bedürfnis, und du reagierst darauf.

Das sind keine Nebensächlichkeiten.
Das sind nervensystemfreundliche Handlungen.
Sie sagen deinem Körper: Ich sehe dich. Ich nehme dich ernst. Du darfst sicher sein.

Erst wenn diese Grundbedingungen einigermaßen erfüllt sind, 
kann Regulation überhaupt greifen.
Alles andere sind schöne Extras – aber keine Basis.

🔄 Regulation heißt nicht, immer ruhig zu sein

Ein reguliertes Nervensystem ist kein Dauerzustand von Zen.
Es ist ein System, das pendeln kann:
- von Aktivierung zu Ruhe,
- von Tun zu Sein,
- von Spannung zu Entladung –
und wieder zurück.

Allostase bedeutet nicht, dass du nie Stress hast.
Sie bedeutet, dass du genug Reserven hast, um wieder zu dir zurückzufinden.

Wenn du also das Gefühl hast, dass die großen Übungen nicht „funktionieren“:
Vielleicht ist dein System gar nicht unfähig.
Vielleicht ist es einfach müde und leer.

💬 Fazit

Bevor du nach der nächsten Methode suchst, frag dich:
> Bin ich überhaupt (gut) genährt genug, um mich zu regulieren? Wer in meiner kostenfreien Masterclass am 30.09.25 war, der weiß, dass das N in meinem K.E.R.N.-Modell für "Nähren" steht.

Ein nervensystemfreundliches Leben beginnt nicht in der Meditation – es beginnt im Alltag,
in der Art, wie du schläfst, isst, trinkst, atmest, und wie du mit dir sprichst, wenn du’s mal nicht schaffst.

Wenn du das übst, 
trainierst du bereits die tiefste Form von Regulation:
eine freundliche Beziehung zu deinem eigenen Körperbudget.
 
 
 

Freitag, 19. September 2025

Anders Sein statt nur anders Denken: So verändert dein Nervensystem dein Leben

Mir ging es so und meine Coachees berichten das immer wieder:

Du liest Ratgeber, hörst Podcasts, besuchst Seminare. Du lernst, wie wichtig es ist, anders zu denken oder anders zu handeln. Also versuchst du, neue Routinen aufzubauen, positiv zu denken, dich zu disziplinieren.

Und manchmal klappt es sogar ein Stück weit – doch nach kurzer Zeit landest du wieder in den alten Mustern.
Das fühlt sich so frustrierend an. Als ob du immer wieder gegen eine unsichtbare Wand läufst.

Warum Denken und Handeln nicht reichen

Das liegt nicht daran, dass du zu schwach bist. Es liegt daran, dass Denken und Handeln nur die Oberfläche deiner inneren Dynamik sind. Darunter liegt etwas Tieferes: dein Sein. Und dieses Sein ist unmittelbar mit dem Zustand deines Nervensystems verbunden.

👉 Wenn dein Nervensystem im Alarmmodus ist, wirst du automatisch kritischere Gedanken denken und angespannter handeln.

👉 Wenn dein Nervensystem reguliert ist, entstehen andere Gefühle – und aus diesen Gefühlen heraus automatisch neue Gedanken und Handlungen.

Mit anderen Worten:

Nicht dein Willen, dein Mindset oder dein Kampfgeist entscheidet. Sondern dein innerer Zustand.

Anders Sein – was bedeutet das?

„Anders sein“ heißt: dein Nervensystem erlebt einen neuen Zustand.

Statt im Freeze oder Fawn zu erstarren, kommst du ins Fühlen.

Statt von Gedankenkarussellen getrieben zu sein, spürst du Ruhe und Klarheit.

Statt im Alarmmodus zu kämpfen, flüchten oder dich anzupassen, kannst du einfach da sein – verbunden mit dir und der Welt.

Das Entscheidende:

Wenn dein Sein sich verändert, verändern sich automatisch auch deine Gedanken und Handlungen. Nicht, weil du sie zwingst. Sondern weil sie aus einem anderen inneren Boden heraus wachsen.

Beispiel

Eine meiner Coachees erzählte mir: „Ich will endlich lernen, mich klarer abzugrenzen. Aber jedes Mal, wenn ich es versuche, kriege ich Schuldgefühle.“

Wir haben nicht an den Schuldgefühlen „gearbeitet“.

Wir haben auch nicht trainiert, wie sie „Nein“ sagt.

Wir haben ihr Nervensystem begleitet:

- Sicherheit im Körper gespürt.

- Gefühle zugelassen.

- Den Unterschied erlebt zwischen Anspannung und Ruhe.

Und plötzlich – fast wie von selbst – kam der Moment, in dem sie Nein sagte. Ohne Drama. Ohne Schuld. Nicht, weil sie es sich eingeredet hatte. Sondern weil ihr Sein in diesem Moment anders war.

dein Weg ins Anders Sein

Vielleicht kennst du genau dieses Gefühl:

Du willst so gern etwas verändern – aber du kommst nicht dran.

Dann lade ich dich ein, den Fokus zu verschieben:

Weg vom „anders Denken“ und „anders Handeln“.

Hin zum anders Sein.

Denn genau hier beginnt echte Transformation:

In einem Nervensystem, das sich sicher genug fühlt.

In einem Sein, das dir Ruhe, Kraft und Klarheit schenkt.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, diesen Weg zu gehen, begleite ich dich wirklich gern in meinem Coaching. ➡️ Hier entlang

Schreib mir für ein unverbindliches Kennenlerngespräch – und wir schauen, wie dein Nervensystem dir den Zugang zu einem neuen Sein eröffnet.

✨ Dein Denken verändert sich.

✨ Dein Handeln verändert sich.

✨ Aber zuerst darfst du anders sein.


Mittwoch, 3. September 2025

Was sich in meinem Alltag verändert hat, seit ich mein Nervensystem regulieren kann

Früher war ich immer „an“.
Mein Kopf ratterte unaufhörlich: Planen. Nachdenken. Kontrollieren.
Mein Körper fühlte sich an, als wäre er ständig auf der Flucht – auch im Urlaub, auch an freien Tagen. Ich konnte äußerlich ruhig sein, aber innerlich war ich nie wirklich da.

Vielleicht kennst du das auch:
Du funktionierst, lächelst, tust, was nötig ist.
Aber innerlich fühlt es sich an wie ein ständiger Alarm, ein Druck, der nicht nachlässt.


Heute erlebe ich etwas anderes.
Es gibt Momente, da sitze ich einfach da – und bin.
Nicht denken, nicht kämpfen, nicht planen.
Nur atmen. Spüren. Leben.

Und in genau diesen Momenten merke ich, was sich verändert hat:

  • 🌿 Mein Kopf wird stiller. Gedankenkreisen stoppt schneller, bevor es mich in die Nacht trägt.

  • 🌿 Mein Körper spricht klarer. Ich bemerke früher, wenn Stress sich anbahnt – und kann rechtzeitig gegensteuern.

  • 🌿 Ich darf Grenzen setzen. Ein Nein fühlt sich nicht mehr wie Gefahr an, sondern wie Befreiung.

  • 🌿 Ich erlebe Freude. Nicht die aufgesetzte, sondern echte Freude, die ich halten kann – ohne dass Angst oder Zweifel sie sofort ersticken.

  • 🌿 Ich erhole mich wirklich. Pausen sind nicht mehr Pflicht, sondern Nahrung für mein Nervensystem.


Früher habe ich oft gedacht: „Das klingt schön – aber bei mir klappt das nie.“
Heute weiß ich: Regulation ist keine Glückssache.

✨ Sie ist trainierbar.
✨ Sie entsteht in kleinen Schritten.
✨ Und manchmal reicht ein einziger Impuls, damit sich ein ganzer Tag anders anfühlt.


Stell dir vor:
Du gehst abends ins Bett – und dein Kopf wird still.
Ein Konflikt entsteht – und du bleibst handlungsfähig.
Du sagst Nein – und spürst Freiheit statt Schuld.
Du wachst auf – und freust dich auf den Tag.

Das ist kein Traum.
Das ist, was geschieht, wenn dein Nervensystem sich sicherer fühlt.


👉 In meinem Coaching Inner Shift begleite ich dich genau auf diesem Weg:
Damit innere Ruhe, Selbstvertrauen und Freude nicht nur kurze Ausnahmen sind – sondern deine neue Normalität werden.

Wenn du spürst, dass dein Alltag mehr Leichtigkeit vertragen kann, melde dich für ein Kennenlerngespräch: buche es kostenfrei hier

 

 

Donnerstag, 21. August 2025

Warum Mindsetarbeit allein nicht reicht – und wie mein Nervensystem alles verändert hat.

Ich war immer gut darin, Wissen anzusammeln, alles mit dem Kopf zu lösen, meine Perspektive zu wechseln. Ich konnte verstehen, was andere antreibt, und schnell Mitgefühl entwickeln – nicht immer für mich selbst, aber fast immer für andere.

Ich habe mein Mindset trainiert, alte Glaubenssätze aufgespürt, neue Perspektiven aufgebaut. Immer auf der Suche nach dem gelingenderen Leben. Habe Ausbildungen gemacht, meine Erkenntnisse daraus geteilt... dieser Weg hat lange funktioniert – er hielt mich beschäftigt. Bis zu einem gewissen Punkt. 

Wie oft habe ich mich gefragt, warum es nicht leichter geht? Warum ich so oft nicht das Gefühl habe, wirklich von der Stelle zu kommen, obwohl ich so viel wusste und scheinbar so viel tat. (*Antwort weiter unten)

Und dann stand ich wiedermal da, an diesem blöden "Abgrund": Ich hatte das Gefühl, ich weiß so viel, aber ich fühle es nicht tief in mir. Es war, als ob ich an einer unsichtbaren Grenze stehe.

In dieser Zeit begann ich, mich mit dem autonomen Nervensystem zu beschäftigen – zuerst im privaten Kontext und dann später in meinen Seminaren über kindliches Verhalten, in denen ich über das Window of Tolerance und das Eisbergmodell von Sybille Schmitz sprach. Aber anstatt all mein Wissen auch auf mein persönliches Leben und Erleben anzuwenden, nutzte ich es für andere. Und irgendwann hat es dann endlich "Klick!" gemacht.

Mir wurde klar: Wir alle haben ein Nervensystem. Es lenkt unser Denken, Fühlen und Handeln – viel stärker, als wir es wahrhaben wollen. Und ja, auch das von uns Erwachsenen (dabei fühlte es sich lange so viel komfortabler an, nur die Kinder durch diese Brille zu betrachten!).

Ich begann, mein eigenes Nervensystem mitzudenken. Ich ließ mich darin coachen. 
Ich lernte, meinen grünen Pfad auszubauen, mir Pausen zu gönnen, meinen wahren Wesenskern wieder zu spüren und mich immer mehr daran auszurichten.
Ich achtete bewusst auf meine Gefühle und Emotionen, gab ihnen Raum.
Ich begann, meinen Körper nicht mehr als „etwas, das funktionieren muss“ zu sehen, sondern als meinen stärksten Verbündeten – der immer nur für mich arbeitet.

Und genau hier passierte der entscheidende Unterschied:

🌀Mindsetarbeit hatte meinen Kopf stark gemacht.

✨Nervensystemarbeit brachte Tiefe, Ruhe und Nachhaltigkeit.

 

Oft höre ich: „Aber ich arbeite doch schon so viel an mir – brauche ich das wirklich?“

Meine Antwort: Mindsetarbeit allein ist wie ein kluger Kapitän ohne Mannschaft.

Du kannst einen neuen Kurs setzen – aber wenn dein Nervensystem (deine Mannschaft) weiter auf Gefahr programmiert ist, steuert es dich automatisch zu den alten Häfen.

Regulation ist der Schlüssel, damit die neuen Gedanken auch wirklich im Leben ankommen.

Aus dieser Erkenntnis heraus ist Inner Shift entstanden – mein Coaching, das tief geht, mit Glaubenssätzen, Emotionen, Bedürfnissen und vor allem dem Nervensystem arbeitet.

Es ist kein „fertiges Ziel“, sondern ein lebendiger Prozess, der dir erlaubt, immer mehr dein wahres Wesen zu leben.

Wenn du spürst, dass dein Kopf schon lange weiß, was gut für dich wäre – dein Körper aber noch zögert – dann lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass beides in Einklang kommt.

📩 Schreib mir für ein unverbindliches Kennenlerngespräch ✨kannst du hier kostenfrei und unverbindlich buchen ✨. 
Dein Inner Shift kann noch in diesem Sommer beginnen.

* Anmerkung zum Sternchen oben (*): Heute weiß ich, dass mein Verhalten, immer mehr Wissen anzuhäufen, mich unbedingt weiterentwickeln zu wollen, klare Zeichen vom roten und blauen Pfad waren. Nach Mona Delahooke ist der rote Pfad der Bereich, in dem sich unser autonomes Nervensystem im Kampf- oder Fluchtmodus befindet. Ich bin geflüchtet, wollte weg von dem alten Kram meiner Vergangenheit und ihrem Einfluss auf mein Heute. Ich habe gekämpft gegen das, was in meiner Realität stattfand. Sicher nie "heftig" oder "auffällig", aber doch immer getrieben. Und dieser Gedanke, dass ich wie gegen eine unsichtbare Grenze laufe, weil es einfach nicht weiterging, egal wie viel ich wusste oder tat: ein klares Signal für den eingesetzten Freeze-Zustand (blauer Pfad). Innerlich in Bewegung, im Wollen, im Machen. Äußerlich wie festgehalten. Immer wieder im Kreis. Diese Ungeduld, die damit einherging: "Es sollte anders sein!" oder "Ich müsste schon weiter sein." oder "Das alles hätte mir nicht passieren dürfen."

Es ist nicht so, dass heute alles anders ist. Ich bin weder dauerhaft glücklich, noch zutiefst erleuchtet. Ich bin immer noch ungeduldig und fahrig und knalle immer wieder mit meinen und den Anforderung und Erwartungen anderer heftig aneinander. Aber da ist auch diese neue Leichtigkeit. Etwas mehr Ruhe und Vertrauen ins Leben und meine eigenen Fähigkeiten. In meine Beziehungen und meine eigene Beziehungsfähigkeit. Irgendwie lichter und freundlicher. Kein großer Knall, aber insgesamt ein besseres und definitiv authentischeres Leben.

Mittwoch, 13. August 2025

Gedankenkarussell: wenn dein Kopf nicht aufhört zu denken

Ich denke so viel – ich wünschte, ich könnte es einfach abstellen.

Du liegst nachts wach.
Dein Kopf rattert.
Du planst.
Zweifelst.
Analysierst.
Führst innere Monologe mit Menschen, mit denen du nie gesprochen hast.

Und irgendwann fragst du dich:
Was stimmt eigentlich nicht mit mir? Warum kann ich nicht einfach abschalten?


Gedanken und Emotionen sind untrennbar miteinander verbunden – das hast du vielleicht schon in meinem letzten Blogartikel über Gefühle und Emotionen gelesen. Dort ging es darum, dass dein Nervensystem oft Gefühle unterdrückt, die zu bedrohlich wirken. Du findest ihn hier!

Gedanken sind dann wie ein Schutzschild – sie halten das Fühlen auf Abstand.

Wenn Fühlen zu viel wäre, bleibt der Kopf „oben“.

Das gibt dir das Gefühl, Kontrolle zu haben – auch wenn es innerlich anstrengend ist.

Aber: Hinter vielen kreisenden Gedanken steckt ein ungefühltes Gefühl.

  • Die Sorge, ob du gut genug bist → oft steckt dahinter Angst oder Unsicherheit.

  • Der ständige Drang, alles im Griff haben zu müssen → oft liegt darunter Kontrollverlustangst.

  • Der Gedanke: „Was hast du schon zu melden?“ → kann eine tiefe Scham oder alte Kränkung verbergen.

In meinem Coaching erzählen mir Klientinnen oft Sätze wie:

🌀 „Ich bin nicht gut genug.“
🌀 „Ich darf keine Fehler machen.“
🌀 „Ich muss stark sein.“
🌀 „Ich darf die Kontrolle nicht verlieren.“

Diese Sätze sind nicht einfach Gedanken.
Sie sind gespeicherte Erfahrungen.
Und ihr Ursprung liegt nicht in deinem Kopf – sondern in deinem Nervensystem.


A – „Aber ich will das alles nicht denken!“

Vielleicht denkst du jetzt:
„Ich will das nicht mehr! Ich will meine Ruhe! Ich will nicht mehr zweifeln, mich schlecht machen, im Kreis denken!“

Und ja – das ist absolut verständlich.
Aber genau dieser Wunsch zeigt dir etwas Wichtiges:

🧠 Deine Gedanken sind nicht gegen dich.
Sie schützen dich – vor Gefühlen, die dein Nervensystem (noch) nicht halten kann.

Der Weg raus führt nicht über das reine „Wegdenken“.

Er führt über das Fühlen – und dafür braucht dein Nervensystem Sicherheit.

Was wirkt ist:

  1. Erkennen: „Ah, da ist wieder dieser Satz.“

  2. Beobachten: „Was macht er mit mir?“

  3. Erlauben: „Okay, ich lasse ihn da sein – ohne ihn gleich zu glauben.“

Und dann:

👉 Fokus auf den Körper lenken:

  • Was spüre ich gerade?

  • Wo sitzt das Gefühl?

  • Ist es eng, weit, warm, kalt?

  • Was verändert sich, wenn ich einfach nur beobachte?


L – Impuls für dich & Einladung in die Tiefe

Wenn du dich oft im Gedankenkarussell verlierst, probiere diesen kleinen Alltagsschritt:

🌀 „Was fühle ich gerade körperlich – nicht gedanklich?“
🌀 „Welche Geschichte erzähle ich mir darüber?“
🌀 „Was wäre noch möglich zu denken – später, wenn mein System sich beruhigt hat?“

Denn deine Gedanken sind nicht die ganze Wahrheit.
Sie sind ein Teil davon – der oft aus der Vergangenheit spricht.

Wenn du beginnst, Gedanken als Wegweiser zu verstehen, verändert sich nicht nur dein Kopf – dein ganzes Leben fühlt sich leichter an:

👉Du schläfst ein, ohne dass sich dein Gehirn im Kreis dreht.

👉Du kannst innehalten und spüren, bevor du in alte Reaktionsmuster fällst.

👉Du vertraust deiner inneren Stimme, statt sie zu hinterfragen.

👉Du setzt Grenzen, ohne danach tagelang zu grübeln.

👉Du hast mehr Energie für das, was dir wirklich wichtig ist – weil dein Nervensystem nicht ständig im Alarmmodus ist.

Dein Körper kennt den Weg in die Gegenwart.

In meinem Coaching Inner Shift erkunden wir gemeinsam, welche Geschichten dein Kopf erzählt – und welche Gefühle darunter liegen. Wir starten genau dort:

✨ Bei deinen Gedanken – und den Gefühlen, die sie beschützen.
✨ Bei deinen Antreibern – und der Kraft, die in ihnen steckt.
✨ Bei deinem Nervensystem – und dem sicheren Raum, den es braucht, um Neues zu fühlen.

Du musst nicht lernen, „besser zu denken“.
Du darfst lernen, dich wieder zu spüren – sicher, klar und verbunden.

Wenn du das Gefühl hast, dein Kopf steht dir im Weg. Wenn du spürst, dein Gedankenkarussell erschöpft dich oder hält dich vom Leben im Hier und Jetzt ab, dann lass uns gemeinsam den Weg zurück ins Spüren finden und gemeinsam schauen, was darunter liegt.


Schreib mir für ein kostenloses Kennenlerngespräch 👉Finde deinen Termin
Vielleicht ist Inner Shift 👉mein 3-monatiges Coaching mit enger Begleitung genau dein nächster Schritt.
Du musst nicht länger alleine durch dieses Gedankenkarussell gehen. Lass uns gemeinsam den Weg finden, der dich zurück ins Spüren bringt.

 

 

 

 

 

 

 



Mittwoch, 6. August 2025

Emotionale Vermeidung: Warum du bestimmte Gefühle loswerden willst – und wie dein Nervensystem dich schützt

"Ich will das nicht mehr fühlen!"
Ich kannte dieses innere Drängen. Gegen die Wut, die immer wieder hochkocht. Gegen die Traurigkeit, die an manchen Tagen überflutet. Gegen die Hilflosigkeit, die wie aus dem Nichts lähmt.

Viele meiner Klientinnen haben ebenfalls mindestens ein Gefühl, das sie um keinen Preis fühlen wollen. Und oft versuchen sie alles, um es zu vermeiden: Ablenkung, Kontrolle, Anspannung, Verdrängung. Das ist kein Zufall, sondern eine kluge Schutzstrategie deines Nervensystems.

Warum Vermeidung ein Schutzmechanismus ist:

Wenn ein Gefühl früher zu groß, zu bedrohlich oder zu überfordernd war, lernt dein System: "Das darf nicht sein." Dein Nervensystem speichert diese Erfahrung ab und entwickelt Schutzstrategien: Anspannung, Ablenkung, Rückzug oder Funktionieren. So entsteht emotionale Vermeidung.

Deshalb gehst du vielleicht lieber in Wut statt in Trauer. Ziehst dich zurück statt Hilflosigkeit zuzulassen. Wirst hart, obwohl du dich eigentlich nach Verbindung sehnst.

Aber: Gefühle verschwinden nicht, wenn wir sie wegdrücken. Sie wirken weiter – im Körper, im Verhalten, in unseren Beziehungen. Oft zahlen wir einen Preis: innere Anspannung, Erschöpfung, Gereiztheit oder das Gefühl von innerer Leere.

Gefühle, Gedanken, Emotionen – was ist was?

Viele sagen: "Ich fühle, dass ich nicht gut genug bin." oder "Ich fühle mich nicht richtig.". Das klingt nach Gefühl, ist aber ein Gedanke.

Ein echtes Gefühl ist im Körper spürbar: Druck auf der Brust, Enge im Hals, Zittern, Hitze, Kälte.
Eine Emotion entsteht, wenn dein Gehirn diese Körperempfindung bewertet: "Das ist Angst." oder "Das ist peinlich.".

Gefühl + Bewertung = Emotion

Wenn dein Nervensystem im Überlebensmodus ist, kann diese Zuordnung verzerrt sein. Freude kann sich wie Angst anfühlen. Oder Hilflosigkeit wird mit Scham überschrieben. Du spürst etwas Echtes – aber dein System gibt ihm eine andere Bedeutung.

Ich kenne das gut: In mir war oft große Freude. Aber mein System hatte gelernt: Freude ist gefährlich. Denn wenn ich mich freue, falle ich tief. Also hat mein Nervensystem diese Energie mit Angst belegt. Und ich habe mich klein gemacht. Aus Schutz. Nicht aus Schwäche. Und jedes Mal, wenn ich mich hätte freuen "können", dann bekam mein Körper die Info für Alarm. Für Angst.

Meine Coachee sagte: "Ich habe Angst, davon überrollt zu werden"

Das ist so nachvollziehbar. Viele Frauen fürchten: Wenn ich dem Gefühl Raum gebe, dann hört es nie wieder auf. Dann verliere ich die Kontrolle. Oder ich schäme mich dafür.

Doch Gefühle wollen nicht zerstören. Sie wollen durch dich hindurch. Sie brauchen Kontakt, nicht Kontrolle.

Der Weg führt nicht über Drama oder Disziplin. Sondern über das Verstehen, das Benennen, das sichere Begleiten. Gefühle dürfen (wieder) durch dich hindurchfließen – statt sich in dir festzusetzen.

Und nein: Es geht dabei nicht ums Ausagieren. Gefühle durchlaufen bedeutet nicht, sie ungefiltert auf andere zu schleudern. Es bedeutet, sie in dir wahrzunehmen, sie zu halten, ihnen einen sicheren Raum zu geben. Damit sie sich wandeln dürfen.

Wenn du lernst, deine Gefühle sicher zuzulassen, verändert sich dein Alltag spürbar:

Du musst unangenehme Gefühle nicht mehr wegdrücken – sie verlieren ihre Bedrohung.

Du verstehst, was wirklich in dir vorgeht, statt dich von Gedanken in die Irre führen zu lassen.

Du kannst Freude, Stolz und Nähe halten, ohne dass sofort Angst oder Selbstzweifel auftauchen.

Du wirst klarer in deinen Bedürfnissen – und kannst sie ausdrücken, ohne dich schuldig zu fühlen.

Dein Körper fühlt sich leichter und freier an, weil er nicht ständig gegen sich selbst arbeiten muss.

Genau diese Veränderungen entstehen, wenn wir im Coaching an der Gefühlsebene deines Eisbergs arbeiten.


In meinem 1:1 Coaching Inner Shift begleite ich Frauen, die viel gefühlt haben – aber irgendwann gelernt haben, sich davon abzuschneiden. Weil es zu viel war. Oder zu früh. Oder zu allein.

Du kannst wieder in Kontakt kommen. Mit deinen echten Gefühlen. Und mit der Kraft, die darin steckt. Wenn du lernen willst, dich selbst zu fühlen, statt dich weiter zu verlieren: Lass uns sprechen: Link

Kleiner Impuls für deinen Alltag:
Leg heute mal eine Hand auf deinen Brustkorb. Und frag dich: Was spüre ich hier gerade? Nur beobachten. Ohne bewerten. Ohne "richtig oder falsch". Nur: Da ist etwas. Und ich bin da.

Du bist nicht zu emotional. Und auch nicht zu hart.
Du hast gelernt, dich zu schützen. Und jetzt darfst du lernen, dich zu halten.

Es ist nie der richtige Zeitpunkt- aber irgendwann zu spät

 „Ich kann doch nicht einfach mittendrin eine Pause machen.“ Diesen Satz höre ich in all seinen Variationen wirklich oft. Und ich kenne ihn ...